Amphibien und Reptilien – Vorkommen, Schutz, Entwicklungsperspektiven

Wann:
22. September 2017 ganztägig
2017-09-22T00:00:00+02:00
2017-09-23T00:00:00+02:00
Wo:
Brandenburgische Akademie Schloss Criewen

Unter den Wirbeltierklassen sind die Amphibien und Reptilien am meisten bedroht durch weltweit sich ausbreitende Krankheiten, durch Lebensraumzerstörung und durch den Klimawandel. Ihre Möglichkeiten, sich an diese Widrigkeiten anzupassen, sind gering. Das Augenmerk des Naturschutzes muss sich daher verstärkt auf den Amphibien- und Reptilienschutz richten. Einiges ist in der Vergangenheit getan worden, wie z. B. das Anlegen von Krötentunneln oder das Aufstellen von Amphibienzäunen. Entscheidend aber dürfte sein, die wenigen vorhandenen, noch halbwegs intakten Lebensräume vor schädlichen Einflüssen zu schützen und nicht mehr geeignete Biotope durch eine Verbesserung der Rahmenbedingungen aufzuwerten. Dazu zählen insbesondere der Schutz von Amphibienlaichgewässern durch Gewässerrandstreifen, die Vermeidung von landschaftszerschneidenden Baumaßnahmen und der Erhalt von Brachen. Im Rahmen der Tagung sollen neben einer Bestandsaufnahme auch nötige Maßnahmen für den Schutz von Amphibien und Reptilien in Deutschland und Polen vorgestellt und diskutiert werden. In Brandenburg und auch im Nationalparkgebiet sind Rotbauchunke, Wechsel- und Kreuzkröte, Gras- und Seefrosch gefährdet. Im Bereich des Nationalparks gibt es ein außergewöhnlich großes Ringelnatter-Vorkommen, für dessen Erhaltung das Land eine besondere Verantwortung trägt, denn auch die Ringelnatter gilt als gefährdet in ihrem Bestand. Darüber hinaus sollen Informationen zwischen deutschen und polnischen Fachleuten zum Vorkommen und den Entwicklungsperspektiven ausgewählter Arten ausgetauscht werden. Für Brandenburg und das Odereinzugsgebiet sind u. a. die Schlingnatter-Vorkommen in den polnischen Odertalhängen von Interesse. Die Tagung wendet sich an Naturschützer, Gewässerökologen, Biologen, Landschaftsplaner, Landwirte und Behördenmitarbeiter aus Deutschland und Polen.